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Tourunterbrechnung – Der Wärme entgegen Insel Phú Quốc

Der Kälte und dem Regen im Norden enfliehen

Nachdem auch für die nächsten 10 Tage schlechtes Wetter, Regen und grau in grau angekündigt sind, haben wir spontan unsere Motorradtour unterbrochen und sind von Đồng Hới aus mit dem Flugzeug über den Airport Saigon auf die Insel Phú Quốc geflogen.

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Unsere Motorradtour geht weiter Richtung Süden

Unsere Gastgebern Diem hat uns die Flüge bei Vietjet Air besorgt (3 Mio Dong für 2 Personen, je 2 Flüge). Nachdem wir nur 7 kg pro Person mitnehmen dürfen, haben wir kurzerhand abgespeckt und konnten die übrigen Sachen und die Motorräder bei ihr lassen, bis wir zurückkommen.

Eigentlich wollten wir den local bus nehmen um zum Flughafen zu kommen, hatten aber das Glück dass ein Taxifahrer uns auf dem Rückweg zu seinem Standort (nämlich genau den Flughafen), für 100K mitgenommen hat – regulärer Preis wären 300K gewesen. Es hat definitiv Vorteile, wenn man mit Einheimischen an der Bushaltestelle wartet 😊.

Die Flüge waren unkompliziert, das mit dem Boarding haben die Vietnamesen nicht so raus, wir wurden zweimal auf ein anderes Gate verschoben. Für die Insel hatten wir im Vorfeld über booking.com ein kleines Haus gemietet (41 Euro / Tag) und sind mit dem Taxi (300K) ins Bo Resort gefahren. Ankunftstemperatur feuchtschwüle 28 Grad – schon ein Unterschied zu den kalten 12 Grad am Morgen.  Hier hocken wir nun in der untergehenden Sonne und freuen uns auf echt bequeme Betten in unserer Robinson-Crusoe-Hütte mitten im Urwald. Ein echt klasse Resort.

Wer braucht schon Papiere für seinen Roller?

Trotz der feuchten Luft haben wir sehr gut geschlafen, das kleine Haus hat, für vietnamesische Verhältnisse, ein ausgezeichnetes Bett. Nach dem Frühstück sind wir erstmal in den Vorbezirk (Kleinstadt wäre übertrieben) gelaufen und haben uns mit Obst eingedeckt.

Was ich gestern Abend schon gesehen habe, sieht bei Tageslicht noch ätzender aus. Überall wird gebaut oder es stehen Bauruinen rum. Über allem hängt der Geruch von verbranntem Müll. Dieser liegt zu Hauf links und rechts der Straße, schon traurig, dass hier alle am großen Rad mitdrehen wollen, aber über die Müllentsorgung macht sich keiner Gedanken, wenn er nicht verbrannt wird, wird er einfach ins Meer gekippt. Alles in allem kein Ort, an dem ich länger bleiben möchte.

Um morgen noch ein wenig die Insel zu erkunden, haben wir uns zwei Roller gemietet (150K / Tag). Witzig, dass uns der Vermieter weder nach Papieren gefragt hat, noch irgendwelche andere Daten von uns haben wollte – hier dein Roller – Tschüss, bis übermorgen.

Tourismus und Müll auf Teufel komm raus

Inselerkundung war heute angesagt, also sind wir von unserem Resort aus in Richtung Flughafen und dann immer weiter in den Süden gefahren. Was da unten passiert hat Ralf und mich schon etwas abgeschreckt, der komplette Küstenstreifen ist eine Baustelle, Hotel an Hotel, Feriendorf an Feriendorf soll da in den nächsten Monaten und Jahren entstehen – viele große Hotels stehen bereits.

Aber auch hier, der Müll ist omnipräsent, wirklich schade … das Paradies verkommt zur Müllhalde und die Bauplanungen lassen vermuten, dass die kommenden Gäste Ihre Resorts und Feriensiedlungen nicht mehr verlassen lassen müssen. Sprich die einheimische Bevölkerung hat außer Billigjobs nicht viel zu erwarten.

Im Inselosten, in Làng Chài Hàm Ninh haben wir auf einem der schwimmenden Restaurant lecker Meeresfrüchte gegessen. Das knarzen und knacken der Flossrestaurants ist eigenartig aber auch beruhigend. Hier schwimmen die Fische und das Meeresgetier noch im Wasser, welches wenig später auf unseren Tellern ist.

Pause Pause Pause

Endlich mal einen Faullenztag eingelegt. Ein Buch aus der resorteigenen Büchersammlung rausgesucht und den ganzen Tag, außer mal zwichendurch ins Wasser gehen, nichts gemacht – nur in der Hängematte gelegen.

Mit dem Bus nach Siem Reap, Kambodscha

Wir haben uns dazu entschieden, nach Kambodscha mit dem Bus zu fahren und nicht mit dem Flieger. Bustour von der Insel bis Siem Reap 31 $ pro Person.

Morgens um kurz nach sechs haben wir uns mit dem Taxi abholen lassen und sind in die Inselhauptstadt gefahren, um dort mit dem Bus zum Fährhafen zu kommen.
Auch hier, wie vieles in Asien, einfach nur chaotisch. Abfahrtstermin war 7 Uhr, weggefahren ist er dann aber schon 10 Minuten früher .. naja, wir waren ja rechtzeitig da. Im Hafen, Chaos hoch sechs, vier verschiedene Fähren fahren Richtung Festland und dementsprechend ist der Andrang hier – und, wie soll es anders sein, gibt es auch hier Busfahrer die bis ganz vorne fahren müssen, obwohl da gar kein Platz für sie ist. Wie lange die Überfahrt ging, kann ich gar nicht so genau sagen, geschätzt so zwei Stunden. Wir haben uns mit einer jungen Deutschen nett unterhalten, die längere Zeit schon am Reisen ist.

Soweit hat erstmal alles geklappt, wie versprochen wurden wir im Hafen von einem Tourbegleiter abgeholt und zur Sammelstellte für den Bus nach Phnom Penh gebracht.

Bus? Naja Bus war für diesen Wagen wohl doch eher etwas übertrieben – es war ein 7-sitzer Bus, der kurzerhand zum Sammeltaxi mutierte und bis zu 10 Personen plus einem halben Schwein und einiges an Gepäck Platz gab. Es ratterte und schepperte überall, zur Hecktür konnte man rausschauen und bei jeder Bodenwelle hatten wir das Gefühl gleich fällt irgendein Teil ab.

Aber wir haben auch das überstanden – Stunden später sind wir endlich angekommen. Noch ein wenig mit den TukTuk Fahrern handeln (3 $) und dann endlich ins DoDo Guesthouse, unser Standort für die nächsten drei Tage, gleich am Mekong River gelegen.

Über Maren Huber

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Mein Mann Ralf und ich haben im Juni 2017 unsere Firma verkauft und sind ins Wohnmobil gezogen. Erstes Ziel war die Insel Lesbos um eine Auszeit zu machen um dann die Europa und die Welt zu erkunden. Ich freue mich auf alle, die uns auf dieser spannende Reise begleiten.

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