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Etappe 5: Jordanien – Felsenstadt Petrà

Tag 20 – 26.11.17 – Fahrt nach Jordanien – Grenzübergang King Hussein Bridge

Mit dem Bus sind wir an die Jordanische Grenze gefahren (16 NIS, ca. 4 € pro Person), bis zur ersten Passierschranke sind es nur drei Minuten zu Fuß. Der Weg zum eigentlichen Grenzübergang ist noch ein paar Kilometer, da man diesen nicht laufen darf/kann waren wir gezwungen ein Taxi zu nehmen. Festhalten: Für diesen „Sprung“ haben wir gnadenlose 50 NIS bezahlt. Erst dachten wir, wir warten auf einen kleinen Autobus, aber alle die ankamen waren bis auf den letzten Platz voll – also blieb uns nichts weiter übrig als zu zahlen, denn wir wurden ja auf der anderen Seite erwartet.

Normalerweise kommst du über diesen Grenzübergang nur mit Visa, wir hatten uns im Vorfeld aber keines besorgt und haben unsere Jordanien Tour über eine Jordanische Travel Agency gebucht, die sich um unser Einreisevisa kümmerte.

Seltsam ist, dass wir für die Ausreise aus Israel pro Person 45 Euro bezahlen mussten. Da wir ja keine Visa hatten (das wartete ja auf der jordanischen Seite auf uns), wurden wir dreimal darauf aufmerksam gemacht, sollten wir zurückkommen (weil uns Jordanien nicht hineinlässt), dass das jetzt bezahlte Geld weg ist. Die Israelis konnten sich einfach nicht vorstellen, dass es geht – so wie wir es machen.

Jetzt ging es wieder in den Bus, wir fuhren nochmals mehrere Kilometer an die Jordanische Grenze. Seltsam und unbehaglich wurde es für mich, du gibst dem Busfahrer deinen Pass und er verschwindet damit .. uhh, dass gefällt mir ja gar nicht!
Wir wurden von Ali und Nazar erwartet, der eine kümmerte sich um die Papiere, der andere um uns und das Gepäck – alles lief wie vereinbart, reibungslos. Jetzt ging es nach Amann zu unserem Hotel und vorher noch das Mietauto abholen. Den Abend haben wir in Amman verbracht. Neben dem erhaltenen römischen Amphitheater und dem großen Markt haben wir in einem Restaurant die jordanische Küche genossen.

Tag 21 – 27.11.17 – Auf dem Weg nach Petrà

Die Agency hat uns für die Fahrt nach Petrà ein paar Locations vorgeschlagen, von denen wir einige besucht haben:

  1. Madaba – Stadt der Mosaike
    Das ist wirklich sehenswert, hier führt eine alte Römerstraße direkt durch den Ort, ja sogar durch die Häuser. Viele alte Grundmauern und Tempel sind hier freigelegt, deren Böden alle großzügig mit Mosaiken belegt sind. Die Mosaiken kommen alle aus der Zeit von 600 AD.
    Das beste Mosaik und das „must see“ hier ist die Karte vom Heiligen Land in der St. Georg Church.
  2. Dana – 5000 Jahr Geschichte
    Das eindrucksvollste hier war die Landschaft – viele Häuser hier sind nur noch Ruinen, die bröckeln, sobald du sie berührst.
  3. Schobak – Templerburg
    Die unter dem Namen Krak de Monréal bekannte Templerburg war die letzte Ihrer Art, die aufgegeben wurde. Leider ist hier fast nichts mehr zu erkennen, die Tore kommen alle aus der Zeit Aladins, nachdem er die Burg erobert hatte – das ist definitiv eine Station, die du dir sparen kannst.

Mosaik in Madaba

Tag 22.+23. – 28./29.11.17 – Felsenstadt Petrà

Erster Tag:

Wir sind einmal komplett durch die gesamte „Anlage“ gelaufen, bis hoch zur Monastry am Ende der Schlucht – um hoch zu kommen darfst du 850 Stufen hinaufsteigen.
Die ganze Anlage ist sehr imposant, vor allem auch die Natur. Schade, dass die Stadt durch ein Erdbeben zerstört wurde, diese muss sehr beeindruckend gewesen sein.

Zweiter Tag:

An diesem Tag haben wir uns auf die Anhöhen konzentriert, wir wollten die Anlage von oben erleben. Es gibt zwei Höhenwege, die wir beide bestiegen haben. Man hat hier einen wunderbaren Blick Richtung Totes Meer und in das Tal, indem sich die gesamte Anlage erstreckt. Wenn man den Weg über die Königsgräber nimmt, hat man von oben einen wunderbaren Blick auf das Schatzhaus. Auch dies ein „must see“ – dieser Aufstieg hat sich definitiv gelohnt.

Fazit: Trittsicher solltest du sein, Spaß am Laufen und gutes Schuhwerk dabei haben. Wir sind an diesen zwei Tagen ca. 42 Kilometer gelaufen und um die 4500 Stufen gestiegen.

Tag 24 – 30.11.17 – Rückweg nach Amann und Grenze

Am Toten Meer entlang sind wir nach Amann gefahren um unseren Ansprechpartner Ali erneut zu treffen, um dann den Mietwagen abzugeben und wieder nach Israel einreisen.
Der Übergang nach Israel war von dieser Seite aus irgendwie kompliziert, gefühlt haben wir 6-8 mal unsere Pässe gezeigt. Die Leute hier waren die ganze Zeit in Hektik, alles drängelt, als wenn man nicht mehr über die Grenze kommen würde. Mit einem kleinen 9-sitzer Bus sind wir dann nach Jerusalem gefahren (45 NIS pro Person).

Das ganze Einreisegedöns hat uns von der Jordanischen Grenze bis zum Car Rental 5,5 Stunden gekostet. Auf den letzten Drücker, kurz vor Ladenschluss, konnten wir noch unseren Mietwagen abholen um zu unserer nächsten Destination nach Be’er Sheva zu fahren.

Über Maren Huber

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Mein Mann Ralf und ich haben im Juni 2017 unsere Firma verkauft und sind ins Wohnmobil gezogen. Erstes Ziel war die Insel Lesbos um eine Auszeit zu machen um dann die Europa und die Welt zu erkunden. Ich freue mich auf alle, die uns auf dieser spannende Reise begleiten.

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