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Phnom Penh und der Genozid

Heute Morgen haben wir uns durch die Stadt treiben lassen. Gleich nebenan im Kreisverkehr ist die Tempelanlagen Wat Phnom, die wir uns als erstes angeschaut haben und sind dann weiter bis hin zum Central Market geschlendert. Das wir zwischendurch verschiedene Dinge zum Essen und Trinken ausprobiert haben muss ich wohl nicht mehr erwähnen 😊.

Von hier aus haben wir uns mit einem TukTuk zum berüchtigten S21 Genozid Museum fahren lassen. Das Museum ist mit Audio Guide (auch deutsch) erlebbar und ich kann es auch nur empfehlen einen zu mieten, da man sonst die Anlage als Ganzes gar nicht richtig verstehen kann. Eintritt 3 $, Audioguide 5 $ pro Person. Hier wird einem die traurige Geschichte des kambodschanischen Volkes während des nicht mal 4 Jahre andauernden Pol Poth-Regimes bildhaft aufgezeigt. Schlimm, wenn man bedenkt, dass S21 ursprünglich eine Schule war.

Um ein wenig auf andere Gedanken zu kommen sind wir von hieraus zum Russian Market gelaufen – der liegt gleich nebenan. So quirlig und so viele Dinge im Angebot – es macht einfach Spaß hier durchzulaufen. Auf unserem Rückweg hat Ralf sich kurzfristig dazu entschlossen, doch noch zum Friseur zu gehen – ein Männerhaarschnitt 2 $.

Killing Fields

Die Killing Fields liegen ein wenig außerhalb der eigentlichen Stadt, es empfiehlt sich hier ein TukTuk für den ganzen Trip zu buchen, der Fahrer wartet dann auf dich und bringt dich wieder zurück (15 $).

Nachdem wir ja bereits am Tag vorher im berüchtigten S 21 waren, empfanden wir diesen Ort nicht ganz so erschreckend, da wir vieles von dem was hier passiert ist, bereits gestern gehört hatten. Trotzdem sollte man hier herausfahren und sich die Massengräber anschauen. Ein Drittel der Bevölkerung wurden damals getötet (ca. 3 Mio. Menschen), es soll über 300 solcher Killing Fields geben. Dieses hier in Phnom Penh steht für all diese grausamen Plätze. Auch hier wirst du per Audio Guide durch das Gelände geführt. Eintritt 6 $ inkl. Audio Guide.

Zurück in der Stadt sind wir am Regierungssitz des Königs ausgestiegen, hineingegangen sind wir nicht, wir haben uns das riesige Gebäude von außen angesehen, sind praktisch einmal drumherum gelaufen.

Der Hunger hat uns getrieben und wir sind nach 8 Monaten das erste Mal in eine Pizzeria gegangen. Phnom Penh ist eine Stadt mit vielen Kulturen, nachdem viele Menschen aus Ihrem Land geflohen sind, haben Sie bei Ihrer Rückkehr die neuen Gewohnheiten mitgebracht. So bekommt man hier die halbe Welt in Restaurants angeboten.

Die Pizzeria Pizza Factory wird von einem Halbitaliener geführt, hat ein stylisches Ambiente und eine echt leckere Pizza – we like it.

Weiter geht es nach Siem Reap

Irgendwie gestaltete sich das Abholen lassen des Touranbieters ein wenig „schwierig“. Nachdem wir ja kurzfristig unsere Tour für Phnom Penh unterbrochen haben, wollte der Anbieter nichts mehr davon wissen, dass wir ja schon für die ganze Tour bezahlt hatten. Aber solche Dinge bringen uns nicht aus der Ruhe.

Wir sind einfach nochmal in uns gegangen und haben heute Morgen kurzerhand einen Flug nach Siem Reap gebucht, denn eigentlich wollten wir uns auch gar nicht mehr sechs oder mehr Stunden in einen kleinen Minibus quetschen und über schlechte Straßen fahren lassen. Erstaunlich war, dass dann doch noch ein TukTuk Fahrer kam um uns zum Busbahnhof zu fahren – den haben wir dann halt wieder weggeschickt.

Der Flug war natürlich nicht so ganz billig, wie ein Inlandflug hätte sein können, aber um 10 Uhr gebucht und um 16 Uhr geflogen ist doch auch was. Flug mit Cambodia Angkor Air 84 ,80 $ pro Person.

Über Maren Huber

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Mein Mann Ralf und ich haben im Juni 2017 unsere Firma verkauft und sind ins Wohnmobil gezogen. Erstes Ziel war die Insel Lesbos um eine Auszeit zu machen um dann die Europa und die Welt zu erkunden. Ich freue mich auf alle, die uns auf dieser spannende Reise begleiten.

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