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Bangkok Umgebung

Mae Klong Railway Market

Mit dem Bus fahren wir ins südwestlich gelegene Amphawa, in dem an den Wochenenden ein Floating Market stattfindet. Da wir mittwochs hier ankommen, nutzen wir die Zeit und fahren am nächsten Tag die 10 km nach Samut Songkhram zurück, um uns dort den legendären Mae Klong Railway Market anzuschauen.

Bestimmt hast du von diesem legendären Markt auch schon mal etwas gehört, keine Thailand-Doku in dem er nicht erwähnt und gezeigt wird. Vier Mal am Tag fährt ein Personenzug diese Strecke, die hier endet, hin und zurück, sprich 8 Mal ein echt wildes Spektakel.

Dies ist tatsächlich noch ein Markt, richtig ursprünglich und traditionell, denn viele Thais kaufen hier täglich ihre Lebensmittel ein, auch wenn inzwischen die Touristen busweise kommen, um das Einfahren des Zuges hautnah zu erleben. Und so ist es nicht verwunderlich, dass zur Zeit der Zugeinfahrt am meisten los ist. Einmal am Tag liegen zwischen Ein- und Ausfahrt nur zwanzig Minuten (um 11:10 Uhr und 11:30 Uhr) und so können wir das Ein- und Auspacken der Waren, dieses schnelle rein und raus der Sonnenmarkisen gleich zweimal genießen.

Floating Market

Zurück in Amphawa weicht die freudige Erwartung auf den schwimmenden Markt, an dem die Händler mit Booten kommen und Handel treiben, einer ziemlichen Enttäuschung. Covid geschuldet sind locker 80% der Läden, die direkt am Kanal gelegen sind, geschlossen. Der Markt zieht sich an Land vom Parkplatz durch die Stadt einmal über die Brücke, und weiter auf der anderen Uferseite. Einige wenige Läden haben links und rechts der Brücke geöffnet und das war es dann auch.

Kein einziges Boot mehr, aus dem direkt an die Besucher verkauft wird. Es gibt lediglich Bootsführer die eine Kanaltour verkaufen, um ein paar Tempel anzufahren. Ziemlich ernüchternd für uns. Aber wir machen wie immer das Beste draus, genießen die Marktstände, die alten traditionellen Teakholzhäuser am Kanal, schauen uns den einen oder anderen Tempel und Park an und planen unseren nächsten Tourabschnitt.

Die Brücke am Kwai

Mit dem Bus geht es weiter nach Ratchaburi und von dort nach Kanchanaburi, denn die legendäre Brücke am Kwai ist unser nächstes Ziel. Aber erst müssen wir durch das heute ziemlich hohe Wasser waten, daß nicht nur den kleinen Ort, sondern auch die nähere Umgebung vollständig unter Wasser gesetzt hat.

Was die Brücke so besonders macht, ist ihre schreckliche Geschichte. Am Ende des zweiten Weltkrieges ließen hier über 100.000 Kriegsgefangene, meist Chinesen, aber auch Amerikaner, Neuseeländer und Briten, beim Bau der Brücke durch die Japaner, ihr Leben. Wer kennt ihn nicht? Den River-Kwai-Marsch, den die Engländer pfeifend vor den sprachlosen japanischen Soldaten zelebrierten. Achtung Ohrwurm: In Deutschland war dies lange Zeit die Werbemelodie für den Kräuterschnaps Underberg. 😊

Wir mieten uns für ein paar Tage einen Roller, um mobiler zu sein und besuchen hier in der Umgebung den sehenswerten Tiger Cave Tempel und den wirklich riesigen Giant Raintree. Leider konnte ich nicht herausfinden, wie alt dieser Baum ist, sein Umfang umfasst mehrere Meter.

Erawan Nationalpark

Mit dem Roller fahren wir die circa 50 km in den nördlich gelegenen Erawan Nationalpark. Eine liebe Freundin hat uns den Besuch der Wasserfälle empfohlen und so führt uns unser Weg dorthin. Über zwei Kilometern und 830 Höhenmetern rauscht der Fluss hier in mehreren Kaskaden, die in insgesamt sieben Abschnitte unterteilt sind, den Berg hinunter.

Wir brechen früh auf, um der Hitze und auch der anderen Besucher weitestgehend aus dem Weg zu gehen. Auf breiten, gut angelegten Holzwegen schlängelt sich der Weg von Abschnitt zu Abschnitt. Wer möchte, der kann in dem einen oder anderen Pool auch eintauchen und sich abkühlen.

Mit jedem Meter, den wir hoch steigen, wird es merklich kühler, so richtig auffallen tut uns dies aber erst beim Rückweg ins Tal. Während es oben angenehm kühl war, ist es weiter unten schon richtig schwülwarm.

Ayutthaya – Das alte Siam

Es wird ein langer Tag für uns. Früh brechen wir vom Erawan Resort, unserem Übernachtungs-Guesthouse, auf und fahren zurück nach Kanchanaburi um den Roller abzugeben.

Flugs ein Rollertaxi geordert, um am Bahnhof dann einen Bus nach Suphanburi zu besteigen. Hier ist dann für den Bus Endstation und wir nehmen einen Minivan um weiter nach Ayutthaya zu kommen. Und wie eigentlich alle Fahrzeuge hier, sind Bus und Minivan irgendwie „Lumpensammler“. Gefühlt halten sie überall an, wo jemand an der Straße winkt und zusteigt.

Als wir unser Ziel erreichen, fährt der kleine Bus nur wenige Meter an unserem nächsten Guesthouse, dem Tamarind, vorbei und auf Zuruf fährt er links ran und lässt uns außerplanmäßig aussteigen 😊 manchmal hat man einfach Glück. So müssen wir uns kein Taxi suchen, dass uns dort hinbringt. Auf, auf zum nebenan liegenden Nachtmarkt und endlich was essen, uns hängt der Magen in den Kniekehlen.

Die Stadt ist um das alte Königreich Siam, besser gesagt um das was davon noch übrig ist, im Laufe der Jahre herum gewachsen. Unser kleines Guesthouse liegt genau gegenüber der zwei wichtigsten und sehenswertesten Tempelanlagen. Die alten Khmer-Gebäude erinnern uns an Angkor Wat in Kambodscha, kommen sie doch aus der gleichen Zeitperiode.

Normalerweise kosten die größeren Tempel Eintritt, aber zwischen Weihnachten und Neujahr ist alles kostenlos. Was für ein angenehmes Geschenk.

Im 16. Jahrhundert wurde die Stadt von den Burmesen überrannt und komplett zerstört. Allen Buddha-Statuen wurden die Köpfe abgeschlagen und so finden sich hier tausende von Fragmenten der einst wunderbaren Figuren aber kein einziger Kopf.

Die Geschichte sagt, dass die Siamesen die abgeschlagenen Köpfe dann vergraben haben und so ist auch die Geschichte von dem Buddhakopf im Baum entstanden. Die Wurzeln des Baumes sollen diesen im Laufe der Jahrhunderte nach oben getragen haben und nun „schwebt“ der große Kopf, eingebettet zwischen den Wurzeln, über dem Boden.

Ayutthaya

Gesucht hatten wir ihn schon in Angkor Wat, ohne zu wissen, dass er eben hier in Thailand zu finden ist 😅 dafür haben wir Kambodscha in Ta Prom einen sehr viel kleineren Kopf gefunden.

Nach fast drei Wochen haben wir nun Lust auf Meer, Wasser und ruhige Insel und so buchen wir einen Flug nach Ranong um für einige Tage auf die kleine Insel Koh Chang Ranong überzuwechseln.

Über Maren Huber

Mein Mann Ralf und ich haben im Juni 2017 unsere Firma verkauft und sind ins Wohnmobil gezogen. Erstes Ziel war die Insel Lesbos um eine Auszeit zu machen um dann die Europa und die Welt zu erkunden. Ich freue mich auf alle, die uns auf dieser spannende Reise begleiten.

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